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Jorella Andrews (London), Martin Beck (Berlin), Katrin Mayer (Berlin)
Dinge und Dialoge
Veranstaltung 30.1.2016

mit Beiträgen von
Jorella Andrews (Kunsttheoretikern, London)
Martin Beck (Philosoph, Berlin)
Katrin Mayer (Künstlerin, Berlin)

30.1.2016
18:00-20:00 Uhr

zum Abschluss der der Ausstellung "Dinge und Dialoge", 5.12.2015, 19 Uhr bis 31.1 2016

Scriptings /Achim Lengerer

Kamerunerstr.47 / 13351 Berlin

www.scriptings.net

Poster/Exhibition Design:

studio VIE

www.studio-vie.net


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Vortrag Jorella Andrews

Die Arbeiten in der Ausstellung aufgreifend wird Jorella Andrews das Thema „Dinge und Dialoge“ anhand von philosophischen und historischen Beispielen untersuchen – wie der Idee einer Reformulierung von Wirklichkeit des britischen Philosophen und Videokünstlers Hilary Lawson in Bezug auf die Überlagerungen von „openness“ und „closure“.

Gespräch zwischen Katrin Mayer und Martin Beck

In der Arbeit “Forbidden Symmetries”, setzt Katrin Mayer die aperiodische Struktur der Quasikristalle in Dialog mit der Handarbeitstechnik des Klöppelns, welche auf mathematischen, geometrischen Kalkulationen basierend symmetrische Muster erzeugt. Trotzdem es sich dabei in seiner eigentlichen Form um ein dekoratives Kunsthandwerk handelt, zeichnet sich dieses aber durch eine komplexe Logik aus, die Serialität, Geometrie und eine abstrakte Übersetzung von organischen Formen in eine ornamentale Form kombiniert. Die Arbeit entstand in engem Austausch mit Martin Beck, dessen Interesse für Quasikristalle und sogenannte ‘verbotene Symmetrien’ sich aus der Zusammenarbeit mit dem Künstler Gerard Caris (*1925) ergibt, der seit den 60er Jahren die Frage der Realisation ‘verbotener’ fünfzahliger Symmetrien in das Zentrum seiner gestalterischen Arbeit stellt. Dabei entdeckte er unabhängig von der Wissenschaft Ansätze zu regelmäßigen aperiodischen Strukturen wie zweidimensionalen Penrose-Parkettierungen und dreidimensionalen Quasikristallen. Erhielt Caris nach eigener Aussage noch in den 80er Jahren Anrufe von Wissenschaftlern, die sagten “I don’t believe this exists!”, so sind Quasikristalle – seit ihrer experimentellen Entdeckung 1982 und der Verleihung des Nobelpreises an Daniel Shechtman dafür 2011 – von einem für unmöglich gehaltenen Bereich der Kristallographie zu einer Zukunftstechnologie geworden.

 

Jorella Andrews ist Dozentin am Institut für Visual Culture am Goldsmith College in London. Zu ihren Publikationen gehören u.a. das Essay ‘Critical Materialities’ (2006) und das Buch „Visual Cultures as Objects and Affects“ (2013) und „Showing Off! A Philosophy of Image“ (2014). In ihrer akademischen Tätigkeit beschäftigt sie sich mit den Zusammenhängen von philosophischen Fragen, Bild-Welt und Kunstpraxis mit Schwerpunkt auf Phänomenologie (insbesondere mit Maurice Merleau-Ponty). Andrews engagiert sich in den aktuellen Debatten im Bereich der Material Culture.

Martin Beck ist akademischer Philosoph, Kurator und Autor und arbeitet derzeit hauptsächlich zu nichtdiskursiven Denkformen in Wissenschaft und Kunst. Mitarbeiter am DFG-Projekt „Warum ist Kant Euklidianer?“ an der FU Berlin, schließt derzeit seine Dissertation zur Logik des Bildes bei Kant und Hegel ab. Zuletzt war er Stipendiat des Graduiertenkollegs „Sichtbarkeit und Sichtbarmachung. Hybride Formen des Bildwissens“, Potsdam/Berlin sowie der Akademie Schloss Solitude, Stuttgart, wo er die internationale Konferenz „Kalkül und Ästhetik. Verhältnisse zwischen Kunst und Mathematik“ (16./17.04.2015) initiierte.

Katrin Mayers Arbeiten thematisieren Schnittstellen zwischen Kunst, Forschung, Architektur, Display und Dekor. Es geht ihr dabei um ein Verweben visueller Texturen und Oberflächen mit ortsspezifischen räumlichen und historischen Kontexten, häufig unter genderpolitischen Fragestellungen. Zu diesem Themenfeld promoviert sie momentan in Hamburg. Mayer entwickelte Arbeiten unter anderem für folgende Institutionen: European Kunsthalle @ chambre d´amis Wien, Ludlow38 MINI/Goethe-Institut New York, Kunsthalle Bielefeld, Kunstmuseum Stuttgart, Museum Abteiberg Mönchengladbach, Museum für Gegenwartskunst Siegen, KUB Arena Kunsthaus Bregenz, Kunstverein Düsseldorf, Grazer Kunstverein, HAU - Hebbel am Ufer Berlin, etc.

Poster/Exhibition Design:

studio VIE

www.studio-vie.net

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